Handlesen: Welcher Handtyp sind Sie?

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Viele Menschen verbinden mit Handlesen die Vorstellung, Linien und Markierungen der Handinnenfläche zu interpretieren. Überraschenderweise lassen sich jedoch die meisten Aussagen zur Persönlichkeit eines Menschen, sowie dessen Stärken und Talente aus der Form von Handteller und Fingern ableiten. Symmetrie, Länge, Dicke und Breite der einzelnen Finger- und Handbereiche sind wahre Schatzkisten.

Die Handform ist wichtiger als viele Details
Das Handlesen geschieht quasi von außen nach innen, beginnt mit der Form der gesamten Hand und endet mit kleinen rillenförmigen Markierungen der Haut (zu denen unter anderem auch die Fingerabdrücke zählen). Doch je gröber die Struktur ist, desto umfassender deren Bedeutung. Während beispielsweise eine lange Hand für Eleganz und eine kurze Hand für Pragmatismus steht, können die Fingerabdrücke dazu weitere Details liefern. Sie revidieren jedoch keinesfalls die durch die Form vorgegebene Eleganz oder den Pragmatismus.

Die Hände und die fünf Elemente
Ein hilfreicher erster Schritt ist daher, die Hände eines Menschen gemäß der Ausprägung von Handteller und Fingern zuverlässig einordnen zu können. Das geschieht durch eine Zuordnung zu den fünf großen Elementen, den Pancha-Maha-Bhuta. Es gibt die Erdhand, Feuerhand, Wasserhand und Lufthand. Das fünfte Element ist Akasha, was man am sinnvollsten mit „Raum“ übersetzen kann. Akasha ist das Element, das den anderen vier Elementen ihre Existenzgrundlage verschafft. Kein Handtypus kann ohne Raum existieren. Akasha ist also in jedem der elementaren Handtypen präsent, bildet aber keinen eigenen Typus.

Jedes Element weist bestimmte Eigenschaften auf:

  • Die Erde ist fest, unbeweglich und gibt Stabilität.
  • Das Feuer breitet sich aus, verändert Strukturen und ordnet neu.
  • Das Wasser passt sich an, nimmt auf und nährt.
  • Die Luft zirkuliert, ist flexibel und vielseitig.
  • Akasha verbindet, gleicht aus und harmonisiert.

Bestimmung des Handtyps
Die Handtellerform und die Fingerlänge bestimmen, welchem Element die Hand primär zugeordnet wird. Der Handteller kann rechteckig oder quadratisch sein, die Finger in ihrer Gesamtheit können lang oder kurz sein. Daraus ergeben sich vier Kombinationsmöglichkeiten – jede Kombination entspricht einem Element.


DIE 4 HANDTYPEN


Die Erdhand

Erdhand
Breiter, quadratischer Handteller. Kurze Finger.

Der Handteller ist zumeist sehr massiv, da er nicht nur breit ist, sondern auch dick. Im Verhältnis dazu sind die Finger deutlich kurz. Die Erdhand ist die massivste Handform.

Menschen mit Erdhänden haben zumeist eine robuste Gesundheit. Sie bevorzugen feste Abläufe und Routinen, sind skeptisch gegenüber Neuerungen und halten an dem fest, was sich bewährt hat. Vor Überraschungen ist man gefeit, denn das Verhalten von Erdhand-Besitzern ist zuverlässig und stets gleich. Sie sind eher wortkarg, kurz angebunden und sachlich. Gesellig zeigen sie sich nur in ihrer gewohnten Umgebung. Ihr Verhalten kann zwanghaft und unnachgiebig sein, ihre Ansichten mitunter engstirnig. Sie zeigen viel Ausdauer und vermeiden dabei Experimente.


Die Feuerhand

Feuerhand

Rechteckiger Handteller. Kurze Finger.

Der Handteller wirkt meist trotz der rechteckigen Form ziemlich breit. Die Finger wirken eher lang, obwohl sie im Verhältnis zum Handteller kurz sind.

Menschen mit Feuerhänden lieben es, alles zu verändern. Entwicklung und Verbesserung sind ihre ganze Freude. Für sie darf nichts so bleiben, wie es ist (was ihnen zum Verhängnis werden kann). Gerne führen und leiten sie andere an, ungern lassen sie sich allerdings sagen, was zu tun ist. Feuerhand-Menschen können genauso großzügig wie egoistisch sein, innovativ oder nur extrovertiert. Sie kommunizieren warmherzig, blumig und übertreiben oft. Ihr Verhalten ist lebhaft, zielgerichtet und ungeduldig. Angriff ist für sie die beste Verteidigung.


Die Wasserhand

Wasserhand

Rechteckiger Handteller. Lange Finger.

Der Handteller ist nicht nur lang, sondern auch schmal. Die Finger nicht nur lang, sondern auch dünn. Die Wasserhand ist die fragilste Handform.

Menschen mit Wasserhänden sind sehr delikat, tiefgründig und sensibel. Sie legen oft Wert auf Stil und Eleganz und zeigen sich unaufdringlich und zurückhaltend. Ihre Anpassungsfähigkeit kann auf Dauer persönlichen Stress auslösen, da sie sich mitunter unverstanden und ausgenutzt fühlen. Die Fein- und Tiefsinnigkeit dieser Menschen birgt eine gewisse Problemorientierung. Im besten Sinne führt diese zu sozialem Engagement und Fürsorglichkeit. Im ungünstigen Sinne zu Überempfindlichkeit, persönlichen Ängsten und einem übersteigerten Sicherheitsbedürfnis. Menschen mit Wasserhänden beziehen sich gerne auf ihr Bauchgefühl und vermeiden es, konkret zu werden.


Die Lufthand
Lufthand

Quadratischer Handteller. Lange Finger.

Der Handteller ist breit und einigermaßen dick. Die Finger sind lang und keinesfalls dünn.
Menschen mit Lufthänden sind freundlich, hilfsbereit und umsichtig. Sie sind leutselig und können sich mit jedem unterhalten. Detailorientierung und Planung, Konzepte und Strategien sind ihre Stärken. Informationen, Daten, Wissen und der Umgang mit selbigen ihre Domäne. Vor lauter Logik und rationalem Erörtern bleibt zuweilen das Umsetzen auf der Strecke. Eigene Fehler und Unzulänglichkeiten begraben diese Menschen gerne unter einem Haufen von Theorien und Konzepten oder reden sie schön. Sie kommunizieren fließend, gebildet und höflich.


Bernd Rößler ist vedischer Astrologe. Seit vielen Jahren gibt er astrologische Beratungen. Neben seiner Beratungspraxis bietet er Ausbildungen in indischer Astrologie und in indischem Handlesen an.

(www.bernd-roessler.com)


Den vollständigen Artikel finden Sie im Heft 34.


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