Rachel Brathen aka @yoga_girl im Interview!

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Wenn Sie noch nie von Rachel Brathen aka „Yoga Girl“ gehört haben, dann könnte das daran liegen, dass Sie nur wenig im Internet unterwegs sind – zumindest nicht in Sachen Yoga. Auf Instagram und anderen sozialen Netzwerken „folgen“ der attraktiven Schwedin mit Wahlheimat Karibik mittlerweile 1,5 Millionen Menschen. Eine Erfolgsgeschichte zwischen Sonnencreme und Smartphone.

Es klingt wie ein paradiesischer Traum vom Glück: Sonne, Strand, Surfen, fünf Hunde, ein wundervoller Ehemann und die Möglichkeit, in der Karibik zu leben und Yoga zu unterrichten. Möglich wurde all das vor allem durch das Internet: Dank ihrer Fans ist Rachel Brathen mittlerweile nicht nur eine der bekanntesten Insta-Yogis weltweit, sie wird als Lehrerin zu internationalen Workshops eingeladen, hat kürzlich ein Buch veröffentlicht und ihre Wahlheimat Aruba wirbt mit der gebürtigen Schwedin für Yogaurlaub auf der Karibikinsel. Doch selbst zwischen kristallklarem Salzwasser und Palmenstrand kann es manchmal anstrengend werden. Wir sprachen mit dem „Yoga Girl“ über ihre Rolle als Inspirationsquelle, die Grenzen zwischen Online- und Offline-Yoga und ein Leben fernab der Heimat.

Rachel, wann hast du damit angefangen, dein Leben über Social Media mit anderen zu teilen?
Angefangen hat alles mit einer kleinen Facebook-Seite, die ich für meine Schüler hier in Aruba einrichtete. Dort teilte ich neben Terminen und organisatorischen Infos auch persönliche Fotos und Gedanken, die mich durch den Tag oder das Leben begleiteten – und schnell bekam ich ziemlich viele Fans. Es war faszinierend, wie sehr sich die Leute offenbar solche Inspirationen wünschten. Als 2010 Instagram aufkam, postete ich dort viele private Bilder von mir, meinem Freund (und jetzigem Ehemann), meinen Hunden und natürlich auch Yogafotos. Ich verfolgte dabei keine besondere Strategie, wie man möglichst erfolgsversprechend mit seinen Fans kommuniziert. Eigentlich hatte ich überhaupt keine Ahnung von dem, was ich da tat. Auf Instagram stieg die Zahl meiner Abonnenten dann sehr schnell an. Ich habe das Gefühl, die Menschen sehnten sich nach Impulsen, die von einem echten, wirklichen Menschen ausgingen. Es geht ihnen gar nicht so sehr darum, die ausgefallensten Asanas oder Sequenzen zu sehen; viel mehr wünschen sie sich täglich positive Inspirationen und Unterstützung auf dem Weg zur Selbstliebe.

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Natürlich und nahbar: So begeistert Rachel Brathen ihre Internet-Fangemeinde. Dabei sagt sie ganz klar: Das eigentliche Yoga macht man für sich selbst und nicht für die Kamera!

Ist es nicht anstrengend, dein Privatleben mit so vielen Fremden zu teilen? Hast du dir persönliche Grenzen gesetzt? Gehst du auch einfach mal offline?
Ja, ich versuche, morgens und abends einen Bogen um mein Smartphone zu machen. Aber online zu sein, ist fester Teil meines Lebens geworden, die Trennlinie zwischen Privatem und Arbeit ist hauchdünn. Da besteht wirklich die Gefahr, dass man den ganzen Tag am Telefon hängt. Deshalb ist es mir wichtig, meine Smartphone-Nutzung im Auge zu behalten und mein Leben vor allem offline genießen zu können. Auch wenn das vielleicht schwer zu glauben ist, würde ich sagen, dass mein Mann und ich Menschen sind, die ihr Privatleben sehr schätzen. Was viele nicht wissen: Ich habe noch nie ein Foto oder Video meiner persönlichen Yogapraxis veröffentlicht. Ich teile nur Bilder, die nach meiner eigentlichen Praxis entstehen. Das eigentliche Yoga macht man für sich selbst und sonst für niemanden.

(…)


Wir haben Rachel noch viele spannende Fragen gestellt. Das vollständige Interview finden Sie in unserer Sommer-Ausgabe 2015. Diese können Sie sich gerne in unserem Online Shop nachbestellen – wir liefern es Ihnen versandkostenfrei nach Hause!


Rachel Brathen zog es nach ihrer Schulzeit in Stockholm zunächst nach Costa Rica. Seit 2010 ist die Karibikinsel Aruba ihre Wahlheimat. Dort und bei Workshops in aller Welt unterrichtet das @Yoga_Girl dynamisches Vinyasa Flow Yoga, Handstand-Techniken, Arm-Balancen und Vinyasa-Grundlagen. Ihr Ziel: die Entwicklung zu einem gesunden, angstfreien Leben.