Karma Arbeit leicht gemacht – Gutes Karma in 5 Schritten

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“KARMA” ein bedeutendes Wort, wird oft missverstanden und ist vielen unklar. Karma fasziniert, gibt Rätsel auf. Und nicht ohne Grund ist Karma sowohl im Yoga als auch in den Traditionen des Buddhismus ein wesentliches Prinzip. Es ist ein Prinzip viele Zusammenhänge im Leben zu begreifen und für sein Handeln Verantwortung zu übernehmen.

Mehr zur genauen Bedeutung, zum Gesetz des Karma oder wie man schlechte Gewohnheiten verändert, lesen Sie hier.

Wer jetzt gleich schon kluge Entscheidungen treffen möchte und was für’s eigene Karma tun will, für den stellen wir hier fünf hilfreiche Alltagspraktiken aus der Yogatradition vor. 

1. STARTEN SIE MIT EINER POSITIVEN INTENTION IN DEN TAG

Diese Intention könnte lauten: “Ich bereichere das Leben der Menschen um mich herum” oder “ich bin ganz bei dem Menschen, mit dem ich gerade spreche” oder “ich arbeite effektiv, damit ich mehr Zeit in der Natur verbringen kann”. Achten Sie darauf, wie diese Intention Ihren Tag lenkt.

2. WERDEN SIE SICH IHRER MOTIVE BEWUSST

Ein Weg, um positives Karma zu schaffen, ist das Handeln aus einer positiven Motivation heraus. Wenn Sie beispielsweise gerade eine kritische Bemerkung über jemanden machen wollen, fragen Sie sich, warum Sie das tun. Wenn Sie ein unterschwelliges Gefühl von Neid oder Selbstgerechtigkeit wahrnehmen, sagen Sie vielleicht lieber nichts oder machen Sie stattdessen ein Kompliment.

3. TUN SIE ANDEREN GUTES

Bestimmte Handlungen und Gedanken schaffen positive Samskaras (Übergangsrituale), die dann letztendlich zu positiven Erfahrungen im Leben führen. Nehmen Sie sich vor, jeden Tag etwas Gutes zu tun. Verzichten Sie auf Ihren zweiten Milchkaffee und sparen Sie das Geld, um es später zu spenden. Essen Sie bei der Arbeit mit Kollegen zu Mittag, den alle ignorieren. Sammeln Sie Müll an öffentlichen Plätzen ein. Recyceln Sie. Gehen Sie wählen, engagieren Sie sich ehrenamtlich für ein Umweltschutzprojekt oder arbeiten Sie an der Essensausgabe einer Suppenküche. Schreiben Sie am Ende jeden Tages in Ihr Tagebuch, was Sie getan haben und wie es sich angefühlt hat.

4. BRECHEN SIE MIT EINER SCHLECHTEN GEWOHNHEIT

Manchmal kann das Ablegen einer nebensächlichen Gewohnheit helfen, ein karmisches Muster zu verändern und so eine subtile, aber maßgebliche Veränderung in Ihrem Leben zu bewirken. Nehmen Sie sich vor, eine Woche lang Ihren bequemen oder unproduktiven Neigungen nicht nachzugeben. Beginnen Sie mit einer einfachen Maßnahme, indem Sie sich beispielsweise Ihren inneren Zustand bewusst machen, wenn Sie mal wieder den Wecker ausschalten wollen, anstatt aufzustehen und Yoga zu üben. Entscheiden Sie sich für ein anderes Verhalten, stehen Sie auf und rollen Sie die Matte aus. Seien Sie nachsichtig mit sich selbst, wenn Sie an Ihren Verhaltensmustern arbeiten. Wenn Sie rückfällig werden, verzeihen Sie sich und versuchen es das nächste Mal wieder!

5. BRINGEN SIE EIN OPFER

Die Wurzel der meisten negativen karmischen Muster ist eine Form der Selbstsucht. Ein Gegenmittel gegen diese Neigung ist die Praxis des Opfer-bringens. Wenn Sie etwas Positives tun, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um es innerlich dem Wohl der anderen zu widmen. Das hilft Ihnen, dafür zu sorgen, dass Ihre Handlung von einer wohlmeinenden Motivation umgeben ist. Das ist eine der wirksamsten Methoden, positive Samskaras zu schaffen, die Ihnen selbst und Ihrer Umwelt zugute kommen.


Sally Kempton ist eine international gefragte Lehrerin für Meditation, Yoga und Philosophie sowie Autorin des Buches: “Meditation: Das Tor zum Herzen öffnen” (Kailash 2012).

Titelbild via unsplash.com // Jed Aden