Das Ashtanga-Mantra: N°29

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Mantra Yoga Journal

Vande Gurunam Charanaravinde
Sandarshita Svatma Sukhava Bodhe
Nih Shreyase Jangali Kayamane
Sansara Halahala Mohashantyai
Abahu Purushakaran
Shankhachakrasi Dharinam
Sahasra Shirasam Shvetan
Pranamami Patanjalim

Ich bete zu den Lotusfüßen des großen Lehrers, der unser wahres Selbst aufdeckt und Glückseligkeit erweckt. Er ist der Arzt des Dschungels und bringt vollständige Zufriedenheit, weil er in der Lage ist, das Gift der Unwissenheit und Konditionierung zu entfernen. Ich wende mich an Patanjali, eine Inkarnation des Adisesa, weiß in seiner Farbe mit tausend leuchtenden Köpfen (in der Form der göttlichen Schlange Ananta). Unterhalb der Schultern hält er in menschlicher Gestalt ein Schwert (=Erkenntnis), ein brennendes Rad (=Unendlichkeit) und ein Muschelhorn (=göttlicher Ton) in seinen Händen. Ihm wende ich mich zu und bete ihn an.

Diese Invokation (= Anrufung Gottes) des Ashtanga-Mantras ist einfach wundervoll und steht spätestens im Licht der breiten Öffentlichkeit, seit Madonna ihm ein eigenes Lied gewidmet hat. Ich darf hier eine sehr detaillierte Übersetzung des Mantras von Ronald Steiner, der als einer der bekanntesten Asthanga-Yogis Deutschlands gilt, größtenteils übernehmen. Er führt es auf seiner Website auf. Das Mantra ist für uns Yogis auch deshalb so wichtig, weil es Patanjali gewidmet ist, dem Autor des Yogasutra, das heute vielen Yogalehrern als philosophische Grundlage dient.


Der Münchner Musiker Philipp Stegmüller leitet Kirtan- und Bhajan-Veranstaltungen. Mehr Infos unter www.mantra-singing-circle.de. 03 – 2014