5 Punkte für eine achtsame Yogapraxis

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Nicht bei jeder Form von Meditation muss man still sitzen. Auch indem man seine Aufmerksamkeit bewusst nach innen richtet und genau beobachtet, wie der Atem fließt, wie der Körper sich bewegt und sich in den verschiedenen Haltungen anfühlt, kann man in einen Zustand tiefer Achtsamkeit finden. So erlebt man vieles von dem, was auch die Meditation verspricht: erhöhte Konzentration, ausgeglichene Energie und ein Gefühl von Erdung und Gelöstheit.

Die Konzentration auf diese Punkte hilft Ihnen, bei der Yogapraxis präsent zu bleiben und Ihre Asana-Praxis zur Achtsamkeitspraxis zu vertiefen:

1. Angemessen üben
Achtsam praktizieren heißt vor allem, sich nicht zu überfordern. Wählen Sie einfachere Varianten, verwenden Sie Hilfsmittel (z.B. die Stütze einer Wand) oder kürzen Sie die Dauer ab, wann immer eine Asana eine zu große Herausforderung darstellt. Ob das der Fall ist, erkennen Sie unter anderem daran, wie gut Sie die folgenden vier Punkte umsetzen können.

2. Wirbelsäule aufrichten
Fragen Sie sich in jeder Haltung: Was genau macht meine Wirbelsäule? Die Antwort sollte immer lauten: Sie dehnt sich aus. Versuchen Sie, mit Hilfe der stützenden Kraft der Bauch- und Rückenmuskeln Raum zwischen den einzelnen Wirbeln zu erzeugen.

3. Erdung spüren
Nehmen Sie wahr, welche Körperteile gerade Kontakt zum Boden haben. Betonen Sie diesen Kontakt und verwurzeln Sie sich nach unten – teils indem Sie sich sinken lassen, teils indem Sie sich vom Boden aus in die Aufrichtung abstoßen.

4. Übergänge wahrnehmen
Nehmen Sie ganz bewusst die Bewegungen wahr, die Sie von einer Haltung in die nächste bringen – und das sowohl auf der Ebene der Muskeln und des Gewebes als auch am Skelett und in Ihren mentalen Regungen.

5. Atem beobachten
Beobachten Sie während der gesamten Praxis Ihren Atem. Wie ist sein Rhythmus, kann er weich und tief fließen? Wenn es Ihnen leicht fällt, können Sie Ujjayi Pranayama (Meeresrauschen oder siegreicher Atem) einsetzen.


Foto: unsplash.com