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	<title>Yoga Journal &#187; Aktuelle Ausgabe</title>
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		<title>Wer bin ich? &#8211; Die fünf Hüllen (Koshas)</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 10:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yoga-Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Ausgabe]]></category>

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		<description><![CDATA[<a rel="attachment wp-att-4786" href="http://yogajournal.de/?attachment_id=4786"><img class="alignleft size-medium wp-image-4786" title="koshas" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2012/01/koshas-283x300.jpg" alt="koshas" width="255" height="270" /></a>Erkundet man die verschiedenen Schichten von Körper und Seele, die in der Yoga-Philosophie als fünf Hüllen (Koshas) beschrieben werden, so stößt man vor zum Kern seiner selbst.

Ich war 21, als ich mir zum ersten Mal die Frage stellte: „Wer bin ich?“ Gerade hatte ich das College abgeschlossen und durch pures Glück einen Job in der Redaktion einer alternativen Zeitung ergattert. Es war beängstigend: Ich musste alles einsetzen, was ich drauf hatte, und war zugleich völlig eingeschüchtert von den Menschen, mit denen ich in dieser Erwachsenenwelt zu tun hatte. Lauter vollständig geformte Persönlichkeiten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-4786" href="http://yogajournal.de/2012/01/09/wer-bin-ich-die-funf-hullen-koshas/koshas/"><img class="alignleft size-medium wp-image-4786" title="koshas" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2012/01/koshas-283x300.jpg" alt="koshas" width="283" height="300" /></a>Erkundet man die verschiedenen Schichten von Körper und Seele, die in der Yoga-Philosophie als fünf Hüllen (Koshas) beschrieben werden, so stößt man vor zum Kern seiner selbst.</p>
<p>Ich war 21, als ich mir zum ersten Mal die Frage stellte: „Wer bin ich?“ Gerade hatte ich das College abgeschlossen und durch pures Glück einen Job in der Redaktion einer alternativen Zeitung ergattert. Es war beängstigend: Ich musste alles einsetzen, was ich drauf hatte, und war zugleich völlig eingeschüchtert von den Menschen, mit denen ich in dieser Erwachsenenwelt zu tun hatte. Lauter vollständig geformte Persönlichkeiten, die scheinbar genau wussten, wer sie waren und was sie wollten, während ich keine Ahnung hatte. Zumindest kam es mir so vor.</p>
<p>„Wer bin ich in Wirklichkeit?“, schrieb ich während dieser jugendlichen Identitätskrise in mein Tagebuch. „Welche Aussagen über mich sind wahr? Was macht mich aus? Bin ich mein Körper (gutes Haar, schöne Haut, krumme Zähne, zu kurze Beine)? Bin ich das, wofür mich andere Menschen halten, meine Beliebtheit, mein Ruf? Bin ich meine wild umher wirbelnden Gefühle? Bin ich mein Musikgeschmack, mein Stil, meine politischen Überzeugungen? Wer oder was ist mein wahres Ich?“</p>
<p><strong>Mein &#8220;wahres Ich&#8221;.</strong></p>
<p>Ich hatte keine Ahnung, dass ich damit eine der großen Fragen der Menschheit gestellt hatte. Was mich aber überraschte, war die Tatsache, dass keine meiner Antworten wirklich endgültig zu sein schien. Ich konnte nicht bloß antworten: „Ich bin eine intelligente, attraktive junge Frau.“ Oder: „Ich bin jemand, der nach einem Durchbruch auf der Bewusstseinsebene sucht.“ Ich fühlte mich entweder völlig leer oder aufgesplittert in zahllose Schichten, zwischen denen ich hin und her zu driften schien. Es gab ein Ich, das sich jung und lebhaft fühlte, kraftvoll und leistungsfähig. Aber auch ein anderes, das sich in Gedanken und Fragen verlor, die ohne Unterlass durch den Geist strömten. Dennoch spürte ich manchmal, dass es auch einen Teil in mir gab, der überhaupt keine Meinung hatte, eine Art inneren Beobachter, der die Wendungen meines Lebens nur betrachtete wie einen Film. Und an ganz guten Tagen bemerkte ich eine Schicht tief in meinem Inneren, die einfach nur grundlos glücklich war. Aber welcher von diesen vielen Schichten war nun mein „wahres“ Ich? Ich hatte keine Ahnung.</p>
<p>Jahre später, als ich begann, mich mit den philosophischen Texten des Yoga zu beschäftigen, stellte ich fest, dass die Verwirrung über die vielen Schichten meines Selbst gar nichts Besonderes war. Schon in der Taittiriya-Upanischad (etwa 500 v. Chr. entstanden) werden fünf Schichten oder Verhüllungen beschrieben. Dieses Konzept fand Eingang in die Lehren des Vedanta, Yoga und Tantra. Hier nannte man die fünf Schichten Koshas, das ist das Sanskrit-Wort für Hülle oder Gefäß. Die Koshas durchdringen sich gegenseitig und umschließen die Seele wie die Häute einer Zwiebel. Die äußerste Hülle ist der physische Körper. Die Weisen nannten ihn Nahrungshülle, nicht nur weil er aus der Nahrung gebildet wird, die wir zu uns nehmen, sondern auch weil unser Körper irgendwann wieder zerfällt und zu Nahrung wird für andere Lebewesen. Diese physische Hülle umschließt drei feinstoffliche Hüllen, die ihn durchdringen und über ihn hinausgehen: Pranamaya-Kosha, die Hülle der Lebensenergie, Manomaya-Kosha, die mentale Hülle und Vijnanamaya-Kosha, die Weisheitshülle. Unter diesen vier Hüllen ist eine fünfte verborgen, Anandamaya-Kosha, die Hülle der Glückseligkeit.</p>
<p>Folgt man den Weisen des Yoga, so führen Fragen wie „Wer bin ich?“ oder „Was ist der Sinn meines Lebens?“ unweigerlich zur Betrachtung dieser Hüllen. Manchmal werden sie auch als „Körper“ oder „Ebenen des Selbst“ bezeichnet. Um sich seiner selbst vollständig bewusst zu sein, muss man alle Hüllen, so wie sie gerade sind, gleichzeitig präsent haben. Das braucht viel Übung. Obwohl alle fünf Schichten ständig „feuern“, haben die meisten Menschen bewussten, mühelosen Zugang immer nur zu einer oder zwei Hüllen. Ein Beispiel: Obwohl Sie sich selbst vielleicht hauptsächlich anhand der Merkmale Ihrer körperlichen Hülle beschreiben, sind Sie unter Umständen viel präsenter in der mentalen Hülle; vielleicht sind Sie sogar so sehr mit ihren Gedanken beschäftigt, dass Sie den Körper kaum oder gar nicht wahrnehmen. Aber schon wenn Sie das erkennen und wissen, wie es sich anfühlt eher diese als jene Schicht präsent zu haben, ist viel erreicht: Ihre Selbstwahrnehmung hat sich erweitert und Sie haben mehr Einfluss auf Ihre Reaktionen und Wahlmöglichkeiten&#8230;</p>
<p>Mehr davon lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe 01/2012.</p>
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		<title>Das Magazin // Januar+Februar 2012</title>
		<link>http://yogajournal.de/2011/12/19/das-magazin-januarfebruar-2012/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 16:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yoga-Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Ausgabe]]></category>

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		<description><![CDATA[<a rel="attachment wp-att-4751" href="http://yogajournal.de/?attachment_id=4751"><img class="alignleft size-medium wp-image-4751" title="TITEL_YJ" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/12/TITEL_YJ1-225x300.jpg" alt="TITEL_YJ" width="225" height="300" /></a>2012 – Da war doch was...

Keine Angst, wir wollen nicht auf den Zug aufspringen – auf den, der angeblich in Richtung Endzeit unterwegs ist. Natürlich war das Jahr 2012 immer wieder Gesprächsthema in unserer Redaktion und die zahlreichen Bücher, Filme und Diskussionen sind nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Generell behalten wir beim YOGA JOURNAL uns immer eine kritische Meinung vor. Ob etwas Wahres an der prophezeiten Veränderung sein wird, bleibt abzuwarten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-4751" href="http://yogajournal.de/2011/12/19/das-magazin-januarfebruar-2012/titel_yj-3/"><img class="alignleft size-medium wp-image-4751" title="TITEL_YJ" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/12/TITEL_YJ1-225x300.jpg" alt="TITEL_YJ" width="225" height="300" /></a>2012 – Da war doch was&#8230;</p>
<p>Keine Angst, wir wollen nicht auf den Zug aufspringen – auf den, der angeblich in Richtung Endzeit unterwegs ist. Natürlich war das Jahr 2012 immer wieder Gesprächsthema in unserer Redaktion und die zahlreichen Bücher, Filme und Diskussionen sind nicht spurlos an uns vorbeigegangen. Generell behalten wir beim YOGA JOURNAL uns immer eine kritische Meinung vor. Ob etwas Wahres an der prophezeiten Veränderung sein wird, bleibt abzuwarten. Dennoch bleiben wir gelassen, denn als Yogis wissen wir, dass im Leben alles immer Veränderung bedeutet. Wir wünschen uns lediglich, dass dieses Jahr positive Impulse für unsere Yoga-Gemeinschaft mit sich bringen wird. Spiritualität ist ein großes, modernes Thema, das uns alle angeht, und vermutlich wird es in den nächsten Jahren noch wichtiger werden – in Indien ist das übrigens ganz selbstverständlich. Unser Interview-Partner Jan Schmidt-Garre, mit dem wir über seinen neuen Film „Der atmende Gott“ gesprochen haben (ab Seite 22), weiß, dass in Indien Spiritualität immer und überall präsent ist. Laut seiner Aussage drängte Krishnamacharya den Westlern den Spiritualismus nicht auf, hegte jedoch den Wunsch, alle mögen zu Gott finden &#8211; auf welchem Weg auch immer. Vielleicht muss man dazu überhaupt nicht in die Eso-Ecke abrutschen – das ist auch der Tenor in Thomas Schmelzers Artikel über Spiritualität im Film (ab S. 28). „Wer bin ich (wirklich)?“ – mit dieser wohl ältesten aller Menschheitsfragen beschäftigt sich unser Philosophie-Artikel (ab Seite 46) und trifft beim Erkunden der fünf Hüllen (Koshas) von Körper und Seele letztlich auf den Kern – das Selbst. Die großen Fragen werden also auch über das Jahr 2012 hinaus Bestand haben. Oder wie unser „Nachgefragt“-Experte, der Inka-Sonnepriester Ñaupany Puma, so treffend formuliert: „2012 ist nicht das Ende. Es ist die Zeit des Wandels.“ Und der ist bekanntermaßen das einzig Beständige.</p>
<p>Om Shanti,</p>
<p>Ihre YOGA JOURNAL-RedaktionDas Magazin</p>
<p>Titelthemen:</p>
<p>-  ausführliches Interview mit Jan Schmidt-Garre, dem Regisseur des Kinofilms &#8220;Der Atmende Gott&#8221;</p>
<p>- Gesund abnehmen mit Ayurveda</p>
<p>- Jyotisha &#8211; Vedische Astrologie als Spiegel des Lebens</p>
<p>- Kundalini-Lehrerin Maya Fiennes &#8220;Leben ist das, was dir passiert.&#8221;</p>
<p>-       Neue Serie: Die wichtigsten Yogastile. Nr. 1: Ashtanga</p>
<p>-       11 Übungen gegen Nackenschmerzen</p>
<p>-       Die Tochter des Meisters: Interview mit Gita Iyengar</p>
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		</item>
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		<title>Interview &#124; Amrit Stein</title>
		<link>http://yogajournal.de/2011/12/13/interview-amrit-stein/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 16:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yoga-Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong><a rel="attachment wp-att-4678" href="http://yogajournal.de/?attachment_id=4678"><img class="alignleft size-medium wp-image-4678" title="Amrit Portrait 2(c) Christian Hartmann" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/12/Amrit-Portrait-2c-Christian-Hartmann-300x200.jpg" alt="Amrit Portrait 2(c) Christian Hartmann" width="240" height="160" /></a></strong><strong>„Gesang ist ein Ausdruck von Hingabe und Freude“</strong>

<strong></strong>Die Iyengar Yoga-Lehrerin und Tänzerin Amrit Stein hat in einem zweiten Musikprojekt Gesänge der Yogis, Dakinis (weibliche Geistwesen) und spirituellen Meister Tibets vertont und gesungen. „Tibetische Weisheits-Gesänge von Liebe und Mitgefühl“, heißt der viel versprechende Titel der CD, die mehr ist als eine Inspiration auf dem yogischen Weg. Gesänge „wirbeln Weisheit auf“, wie die Tibeter sagen, sie lassen „negative Pranawinde im Körper versiegen und bringen uns in die richtige Schwingung“. Im YOGA JOURNAL erzählt Amrit Stein, wie ihre erste Begegnung mit Shri B.K.S. Iyengar verlief, wie sie mit tantrischem Buddhismus in Berührung kam und wie sie Asanas und buddhistische Prinzipien vereint.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4678" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-4678" href="http://yogajournal.de/2011/12/13/interview-amrit-stein/amrit-portrait-2c-christian-hartmann/"><img class="size-medium wp-image-4678" title="Amrit Portrait 2(c) Christian Hartmann" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/12/Amrit-Portrait-2c-Christian-Hartmann-300x200.jpg" alt="Amrit Portrait 2(c) Christian Hartmann" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Photos by Christian Hartmann</p></div>
<p><strong>„Gesang ist ein Ausdruck von Hingabe und Freude“ </strong></p>
<p>Die Iyengar Yoga-Lehrerin und Tänzerin <a href="http://www.yoga-amritstein.de/" target="_blank">Amrit Stein</a> hat in einem zweiten Musikprojekt Gesänge der Yogis, Dakinis (weibliche Geistwesen) und spirituellen Meister Tibets vertont und gesungen. „Tibetische Weisheits-Gesänge von Liebe und Mitgefühl“, heißt der viel versprechende Titel der CD, die mehr ist als eine Inspiration auf dem yogischen Weg. Gesänge „wirbeln Weisheit auf“, wie die Tibeter sagen, sie lassen „negative Pranawinde im Körper versiegen und bringen uns in die richtige Schwingung“. Im YOGA JOURNAL erzählt Amrit Stein, wie ihre erste Begegnung mit Sri <a href="http://www.bksiyengar.com/" target="_blank">B.K.S. Iyengar </a>verlief, wie sie mit tantrischem Buddhismus in Berührung kam und wie sie Asanas und buddhistische Prinzipien vereint.</p>
<p>Von R.Sriram</p>
<p><strong>YOGA JOURNAL: Amrit, wie war deine erste Begegnung mit Shri B.K.S.Iyengar?</strong></p>
<p><strong>Amrit Stein: </strong>Ich stand im Türrahmen seines Instituts in Puna und sah Guruji üben. Es war meine erste Begegnung mit Yoga überhaupt. Shri B.K.S.Iyengar wirkte völlig selbstvergessen. Er war von einer nahezu archaischen Schönheit, in seinen Bewegungen lag eine rohe Kraft, die schon im nächsten Moment in mühelose Perfektion und Anmut überging. Seine körperliche Präsenz füllte den Raum. Es war atemberaubend, ihm einfach so zuzusehen.</p>
<p><strong>Viele Tänzer in Indien schwärmen von Iyengars Yogastil. Was macht sein Yoga so attraktiv?</strong></p>
<p>Ich glaube, Tänzer fasziniert die körperliche Präsenz und Ausdruckskraft des Iyengar-Stils. Tänzer lieben intensive Körperarbeit, sie wollen sich spüren. Im indischen Tanz ist der Ausdruck sehr wichtig. Damit meine ich nicht nur den Körper, sondern das subtile Zusammenspiel von Gestik und Mimik. Durch Gurujis detaillierte Technik wird der innere Raum des Körpers bewusst, ein dynamischer „Tanz der Energien“ entsteht. Das ist das yogische Feuer! Es reinigt die Wahrnehmung, lässt sie intensiver und subtiler werden. Bhava, die Ausdruckskraft oder Verkörperung emotionaler Energie, die im Tanz so wichtig ist, wird dadurch kultiviert. Der Tänzer gewinnt dadurch mehr Bühnenpräsenz und größere Ausdruckskraft. Als Tänzer bist du immer auf dein Publikum ausgerichtet, du bewegst dich nach außen. Der Körper erschöpft sich schnell und dazu kommt oft ein einseitiges Bewegungsrepertoire. All das gleicht die Iyengar-Technik aus.</p>
<p><strong>Du bist bereits in den 80er Jahren nach Indien gekommen, nach Shantiniketan, dem berühmten Zentrum von Tagore in Bengalen&#8230;</strong></p>
<p>Ich besuchte dort einen Freund, der bei einem tibetischen Lama namens Chimed Rigdzin Rinpoche lebte. Rinpoche lehrte nach seiner Flucht aus Tibet in Santiniketan Tibetologie. Er war ein mächtiger Yogi. Ohne es zu ahnen, fand ich mich mitten im Tantrischen Buddhismus Tibets wieder. Ich nahm an Ritualen und Pujas teil, fuhr mit der Fahrrad-Riksha nach Bolpur, um Ghee für das Butterlampenopfer zu besorgen und besuchte mit Rinpoche die umliegenden Verbrennungsstätten. Ich war total unbefangen und Rinpoche war sehr weise. Eines Tages verabredete er sich mit Amubi Singh, einem Tanzmeister aus Manipur, der in Santiniketan unterrichtete. Anschließend trug er mir auf bei Amubi Singh Tanzunterricht zu nehmen. Und von da an tanzte ich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Tanz war meine Puja (hinduistisches Ritual zur Verehrung des Göttlichen, Anm. d. Red.), ich war vollkommen glücklich. Erst viel später habe ich die unglaubliche Voraussicht Rinpoches verstanden. Er konnte damals schon meine Bestimmung sehen. Er wusste, der richtige Zeitpunkt für meine spirituelle Praxis war noch nicht gekommen. Nach meinem Aufenthalt in Santiniketan ging ich dann nach Puna um dort eine traditionelle Tanz-Ausbildung im Kathak zu machen. Dort begegnete ich Shri B.K.S.Iyengar und wurde seine Schülerin. Alles war unglaublich aufregend.</p>
<p><strong>Wie setzt du die geistigen Grundsätze des Yoga und des tibetischen Buddhismus in deinem Alltag um?</strong></p>
<div id="attachment_4679" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-4679" href="http://yogajournal.de/2011/12/13/interview-amrit-stein/amrit-portrait-3c-christian-hartmann/"><img class="size-medium wp-image-4679" title="Amrit Portrait 3(c) Christian Hartmann" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/12/Amrit-Portrait-3c-Christian-Hartmann-300x199.jpg" alt="Amrit Portrait 3(c) Christian Hartmann" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text"> “Der tibetische Buddhismus hat mein Verständnis von Ahimsa sehr vertieft: Mir wurde klar, dass sich alles im Universum gegenseitig bedingt, dass die Trennung in „Ich und andere“ sehr viel Schmerz bereitet.”</p></div>
<p>Ein Grundprinzip der Yogalehre ist Ahimsa, die Freiheit von Gewalt. Ahimsa bestimmt die Art, wie wir mit uns selbst und anderen umgehen. Die Grundlage des tibetischen Buddhismus ist Mitgefühl für sich und alle fühlenden Wesen zu entwickeln. Der tibetische Buddhismus hat mein Verständnis von Ahimsa sehr vertieft: Mir wurde klar, dass sich alles im Universum gegenseitig bedingt, dass die Trennung in „Ich und andere“ sehr viel Schmerz bereitet. Jedes Lebewesen möchte einfach nur glücklich sein, die Verkäuferin von nebenan genauso wie der muffige Typ in der U-Bahn oder die winzigste Kreatur. Dadurch, dass wir unser Ich, diese Festung der Selbstgefälligkeit, immer vom Anderen trennen, bleiben wir in uns gefangen. Und genau an diesem Punkt kommt der buddhistische Gedanke der Leerheit ins Spiel. Wer ist dieses Selbst eigentlich, diese Person? Haben wir einmal die Tatsache des Voneinander-Abhängigen-Entstehens erkannt und haben wir darüber hinaus einen Geschmack von Leerheit, der Grundnatur unseres Geistes erlangt, dann werden wir ganz von selbst mitfühlender. Die Befreiung zum Wohl aller fühlenden Wesen anzustreben, das ist für mich eine große Vision, eine nie versiegende Hoffnung, die mich in meinem Alltag immer wieder herausfordert und an meine Grenzen bringt.</p>
<p><strong>Sollten wir mittels Yoga in unseren Körper hineingehen oder eher den materiellen Körper transzendieren?</strong></p>
<p>Wir sollten tiefer in den Körper, in seine verschiedenen Schichten oder Koshas, hineingehen. Wenn die Bewusstheit zunimmt, entsteht auch im Körper ein Gefühl von Leichtigkeit, Klarheit und Transparenz. Wir müssen den Körper, das scheinbar Feste und Materielle, nicht unbedingt transzendieren, sondern das Zusammenspiel von Körper, Energie und Geist entschlüsseln. Dann bekommt der Körper die Bedeutung, die ihm zusteht und wird zu einem kostbaren Gefäß unserer subtilen Energien und zur Stütze unserer geistigen Entwicklung. Shri B.K.S.Iyengar hat gesagt: „Der Körper ist dein Tempel“. Er ist kein gewöhnliches Haus.</p>
<p><strong>Du hast viele Jahre Tibetisch gelernt und dich mit tibetischer Musik beschäftigt. Magst Du etwas darüber erzählen?</strong></p>
<p>Mein tibetischer Meister, Lama Tharchin Rinpoche entstammt einer Linie tibetischer Yogis. Er ist ein toller Sänger und tanzt auch die sakralen Lama-Tänze. Gesang, Tanz und Ritual sind ein lebendiger Teil des tantrischen Pfades und Lama Tharchin Rinpoche hat mich darin bestärkt, diese traditionellen Lieder, Gebete und Mantras zu singen. Er singt übrigens selbst ein Lied auf meiner neuen CD – einen yogischen Gesang der Anrufung seines Meisters. Sein Lied habe ich später in Kathmandu mit Pferdekopfgeige vertont. Es ist sehr schön geworden. Auf meinen zahlreichen Reisen in den Himalaya habe ich immer wieder verschiedene Gesänge aufgenommen: in Klöstern, Höhlen und auch Lieder der älteren Tibeter und Tibeterinnen, die vor ihrer Flucht noch lange Zeit in Tibet verbracht haben. So ist mein Gesangsprojekt im Lauf der Jahre gewachsen. Und die Sprache? Die Tibeter sprechen verschiedene Dialekte. Sie verstehen sich manchmal untereinander kaum. Es ist wirklich schwer, sich sprachlich zurecht zu finden. Ich habe mich auf das Übersetzen alter Texte konzentriert und lerne die Sprache einfach nebenbei über die Jahre weiter.</p>
<p><strong>Im Yoga, im Hinduismus und im tibetischen Buddhismus ist das Singen ein wichtiger Übungsweg. Was macht deiner Erfahrung nach das Singen so wichtig?</strong></p>
<p>Bei den Asanas oder in der Meditation üben wir uns in Stille und “Selbstabsorption”. Gesang aber ist ein Ausdruck von Hingabe und Freude. Im Tibetischen heißt es, dass durch das Singen von Mantras und spirituellen Liedern Weisheit aufgewirbelt wird, und dass negative Energie- oder Pranawinde im Körper versiegen. Wir fühlen uns wach und lebendig und kommen in die richtige Schwingung.</p>
<p><strong><br />
</strong><strong> </strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><a rel="attachment wp-att-4680" href="http://yogajournal.de/2011/12/13/interview-amrit-stein/amrit-portrait1-c-christian-hartmann/"><img class="alignleft size-medium wp-image-4680" title="Amrit Portrait1 (c) Christian Hartmann" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/12/Amrit-Portrait1-c-Christian-Hartmann-300x199.jpg" alt="Amrit Portrait1 (c) Christian Hartmann" width="300" height="199" /></a><strong>Auf welche Weise bereichern Mantras und gesungene Texte den Yoga-Weg?</strong></p>
<p>Nehmen wir das Mantra Sarasvatis, der Gottheit der Künste und des vollendeten Wortes, die auch in Tibet hoch verehrt wird. Ich habe ihr Mantra Om Sarasiddhi Hrim Hrim für meine CD aufgenommen. Sarasvatis Keimsilbe ist Hrim und es heißt, dass in diesem Klang die 84,000 Lehren Buddhas mitschwingen. Oder das Mantra der Gottheit Tara: es verleiht Schutz und befreit den Rezitierenden von Ängsten. Ein Mantra versetzt uns in die richtige Schwingung, seine Rezitation fokussiert den rastlosen Geist und löst direkt negative Emotionen auf. Mantras sind auch eine Art von Pranayama, vor allem wenn die Atmung dabei tief und rhythmisch wird. Außerdem lehren die gesungenen Texte oder Lieder die rechte Handlung, Sicht und Meditation. Sie wurden von großen Meistern wie dem tibetischen Yogi Milarepa verfasst. Es kann also für den eigenen Yogaweg sehr inspirierend sein, sie zu lesen.</p>
<p><strong>Wie entstand deine CD „Tibetische Weisheit-Gesänge von Liebe und Mitgefühl“, die gerade erschienen ist?</strong></p>
<p>Einigen Meistern und Gelehrten gefiel meine erste CD „Klangjuwelen der Großen Freude“ und sie übertrugen mir daraufhin teils sehr seltene Gesangstexte. Dru-gu Chögyal Rinpoche, ein großer Maler und Dichter, verfasste das Lied Samsara für mich und schrieb es nach altem Brauch mit rotem Sindurpulver, Lapislazuli und Gold auf Reispapier. Ich habe solche kostbaren Texte gesammelt und übersetzt. Dann habe ich sie zu überlieferten oder selbst komponierten Melodien gesungen. Der schwierigste Teil ist die Vertonung – ich bin extra nach Kathmandu geflogen, um mit authentischen Musikern zusammen zu arbeiten und habe dort Pferdekopfgeige, Bambusflöte, Hackbrett und Gesang aufgenommen. Lieder und Mantras, die von Indien nach Tibet kamen, habe ich mit Sitar vertont und Dru-gu Chögyal Rinpoches Lied Samsara sogar in München mit Cello.</p>
<p><strong>Hast du eine Empfehlung für deine Zuhörer, wie sie sich der Welt dieser Klänge nähern sollen?</strong></p>
<p>Am besten ist es, sich einfach Zeit zum Zuhören zu nehmen. Das entspannt. Man kann nebenbei auch mal über die Texte reflektieren. Ich habe jedes Lied oder Mantra erläutert und mit Begebenheiten aus dem Leben der großen Meister und Meisterinnen des tibetischen Buddhismus versehen. Wer mag, kann die Mantras auch mitsingen. Ich finde, jeder kann sich auf seine Art von der Musik inspirieren lassen.</p>
<p><em>Amrit Stein ist Co-Direktorin des Iyengar-Yoga-Instituts in München. Seit 1990 praktiziert sie tibetischen Buddhismus. Ihre Vorliebe gilt den tiefgründigen und poetischen Weisheits-Gesängen Tibets: Ihr erstes Album “Klangjuwelen der Großen Freude” wurde bei den „Tibetan Music Awards“ 2007 in Dharamsala/Indien nominierte. </em></p>
<p><em><a href="http://www.sriram.de/" target="_blank">R.Sriram</a> ist Yogagelehrter und unterrichtet in der Tradition von T.K.V. Desikachar. Er ist mit der Tänzerin und Schriftstellerin <a href="http://www.sriram.de/tanz/index.html" target="_blank">Anjali </a>Sriram verheiratet.<br />
</em></p>
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		<title>Tipp der Woche: Kopfstand-Workshops</title>
		<link>http://yogajournal.de/2011/10/26/tipp-der-woche-kopfstand-workshops/</link>
		<comments>http://yogajournal.de/2011/10/26/tipp-der-woche-kopfstand-workshops/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 16:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yoga-Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://yogajournal.de/?p=4435</guid>
		<description><![CDATA[<img class="size-medium wp-image-4436 alignleft" title="photocase8361126352628262" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/10/photocase8361126352628262-300x225.jpg" alt="photocase8361126352628262" width="240" height="180" />Viele Yogaschriften, alte wie neue, propagieren den Kopfstand und erläutern seinen tieferen Nutzen. Dazu gehören erhöhte Vitalität, mentale Klarheit, psychische Stabilität und innere Ruhe. Allerdings will <em>Shirshasana</em> richtig ausgeübt werden – sonst drohen Risiken und Nebenwirkungen. Wir haben Ihnen daher eine Auswahl an Kopfstandworkshops zusammengestellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-4436 alignleft" title="photocase8361126352628262" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/10/photocase8361126352628262-300x225.jpg" alt="photocase8361126352628262" width="300" height="225" />Viele Yogaschriften, alte wie neue, propagieren den Kopfstand und erläutern seinen tieferen Nutzen. Dazu gehören erhöhte Vitalität, mentale Klarheit, psychische Stabilität und innere Ruhe. Allerdings will <em>Shirshasana</em> richtig ausgeübt werden – sonst drohen Risiken und Nebenwirkungen.</p>
<p>Dass der Kopfstand vielen Yogis auch Kopfzerbrechen bereitet, ist eine Tatsache. Aus Angst vorm Umfallen oder frustrierenden Fehlschlägen meiden manche Yogis sogar Klassen, in denen der Kopfstand zum festen Bestandteil gehört. Bei einem Kopfstand-Workshop hingegen ist man unter sich und kann gezielt diesen Bedenken entgegenwirken.</p>
<p>Aber nicht nur seine Angst vor der Königs-Asana verliert man hier: Beim Üben von Shirshasana schleichen sich auch schnell potenziell gefährliche Fehler ein: Hohlkreuz, zu wenig Körperspannung oder Gewichtsverlagerung auf den Nacken – das Vermeiden solcher Fehler gehört ebenfalls zum Workshop-Programm. Und dank begrenzter Teilnehmeranzahl haben die Yogalehrer meist auch die Zeit, individuell Korrekturen an der Ausrichtung vorzunehmen.</p>
<p>Aus mentaler Sicht fördert der Kopfstand Mut, Konzentration, Willenskraft und Selbstbewusstsein. Und es bedarf auch nur ein bisschen Mut, sich für einen Kopfstand-Workshop anzumelden&#8230;</p>
<p>(Die Kopfstand-Workshops sind sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Jedoch sollte nur teilnehmen, wer eine regelmäßige Yogapraxis etabliert hat. Nach einer halbjährigen Yoga-Abstinenz raten wir Ihnen zu einem Wiedereinstieg mit den Basics.)</p>
<p>Wir haben Ihnen eine Auswahl an Kopfstand-Workshops zusammengestellt:</p>
<p>SPEYER  28.10. + 04.11. 2011</p>
<p>im <a href="http://www.yoga-vidya.de/center/speyer/workshops.html" target="_blank">Yoga-Vidya-Center</a>, 17.45-18.45 Uhr, 25 Euro</p>
<p>MÜNCHEN  01.11. 2011</p>
<p>im <a href="http://http://www.woyo.de/seminare/kopfstand.html" target="_blank">WOYO</a> mit Sonja Söder, 13.30-16.15 Uhr, 25 Euro</p>
<p>ESSEN  11.11.2011</p>
<p>im <a href="http://www.yoga-vidya.de/center/essen/workshops.html" target="_blank">Yoga-Vidya-Center</a>, 19-22 Uhr, 25 Euro</p>
<p>MÜNCHEN  26.11.2011 + 20.01.2012</p>
<p>im <a href="http://www.sivananda.org/munich/workshops.htm" target="_blank">Sivananda Yoga Center</a>,</p>
<p>26.11.2011 von 16-17.30 Uhr</p>
<p>20.01.2012 von 18.30-20 Uhr, jeweils 15 Euro</p>
<p>BERLIN  10. 12. 2011</p>
<p>im <a href="http://www.sivananda.org/berlin/yoga_workshops.htm" target="_blank">Sivananda Yoga Center</a>, 14-15.30 Uhr, 15 Euro</p>
<p>HAMBURG  05.02.2011</p>
<p>Im <a href="http://mattenzauber.de/workshops-specials/" target="_blank">Yogastudio Mattenzauber</a>, 13-15 Uhr, 25 Euro</p>
<p>REUTLINGEN,</p>
<p>im <a href="http://www.yogaunity.de/programm.html" target="_blank">Yoga Unity</a>, 30 Minuten, nach Absprache</p>
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		<title>Weiße Kraftquelle &#8211; Milch aus ayurvedischer Sicht</title>
		<link>http://yogajournal.de/2011/10/13/weise-kraftquelle-milch-aus-ayurvedischer-sicht/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 15:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yoga-Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-medium wp-image-4327" title="MILCH" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/10/MILCH-222x300.jpg" alt="MILCH" width="160" height="216" />Für Yogis, die eine tierleidfreie, vegane Lebensweise anstreben, ist Milch indiskutabel. Interessanterweise wird Milch jedoch im Ayurveda als besonders wertvoll angesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4327" title="MILCH" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/10/MILCH-222x300.jpg" alt="MILCH" width="222" height="300" />Für Yogis, die eine tierleidfreie, vegane Lebensweise anstreben, ist Milch indiskutabel. Interessanterweise wird Milch jedoch im Ayurveda als besonders wertvoll angesehen. Annette Sand hat auf dem 2. Europäischen Ayurveda-Kongress in Bad Ems herausgefunden, warum das so ist, was es dabei zu beachten gibt und wieso immer mehr Menschen mit einer Laktose-Unverträglichkeit zu kämpfen haben.</p>
<p>Bevor ich mich hingesetzt habe, um Ihnen über das Thema Milch im Ayurveda zu berichten, habe ich mir eine Tasse Milch eingeschenkt. Aber nicht etwa einfach kalte Milch aus dem Kühlschrank, das ist ayurvedisch gesehen ein absolutes No-Go. Wie ich sie zubereitet habe? Nach den Anweisungen eines Ayurveda-Arztes. Wie genau, verrate ich Ihnen später.</p>
<p><strong>Milch als Anti-Aging-Produkt</strong><br />
Während ich also an meiner Milch nippe, fällt mir der Werbespruch „Die Milch macht’s“ ein, der in den 1980er Jahren aufkam und den meisten noch gut in Erinnerung sein dürfte. Die Werbemacher blieben uns aber damals konkrete Informationen über die Vorzüge von Milch schuldig. Vielleicht war der Spruch auch deshalb so erfolgreich, weil jeder für sich selbst eine positive Wirkung hineinprojizieren konnte. Aber was macht sie nun wirklich, die Milch? Und ist Milch tatsächlich so gesundheitsförderlich, wo doch immer mehr Menschen unter Laktose-Intoleranz leiden und auf eine vegane Ernährung umstellen?<br />
Das uralte Wissen des Ayurveda kann uns Antworten auf diese Fragen geben. In den überlieferten vedischen Schriften findet sich zunächst eine Aufzählung der Milcharten, die man zu sich nehmen kann, von der Kuh- über die Schafs-, Ziegen-, Büffel-, Pferde- und Kamelmilch bis hin zur Elefantenmilch mit den entsprechenden Eigenschaften dieser Milcharten.<br />
Als besonders wertvoll gilt die Kuhmilch. Wir im Westen wissen vielleicht gerade noch, dass Milch reich an Proteinen, Kalzium und anderen Mineralstoffen, Vitaminen und Fetten ist. Die Eigenschaften, die in den ayurvedischen Texten aufgezählt werden, sind jedoch wesentlich beeindruckender und machen sie zu einem der reichhaltigsten Nahrungsmittel überhaupt. Neben Honig und Ghee (geklärte Butter) zählt Milch nämlich zu den drei natürlichen Rasayanas. Diese drei nehmen als reine Nahrungsmittel eine Sonderstellung unter den Rasayanas ein, besonders gesundheitsfördernde und stärkende Mittel, die normalerweise aus Kräuterkombinationen bestehen. Rasayanas sagt man eine verjüngende Wirkung nach. In diesem Sinne kann man Milch auch als Anti-Aging-Produkt bezeichnen.</p>
<p><strong>„Das Gesündeste, was man zu sich nehmen kann.“</strong><br />
Die Liste der weiteren Vorteile von Milch ist lang. Hier die wichtigsten: Sie vitalisiert und gibt Energie, indem sie Prana, den Lebensatem bzw. die Lebensenergie, fördert. Ferner gilt Milch als entgiftend, appetit- und verdauungsanregend sowie regenerierend bei einem überstrapazierten Nervensystem. Sie ist erfrischend und nahrhaft. Sie fördert die Intelligenz, beugt Senilität vor und ist äußerst nützlich für die mentale Stabilität des Menschen. Milch beruhigt und ist von sattvischer Natur (Sattva bedeutet Reinheit). Sie ist gesund für alle Lebewesen. Auch bei Erkrankungen kann Milch laut ayurvedischer Überlieferung eingesetzt werden. Sie wird vor allem bei Fieber und Husten empfohlen, sowie bei Unterernährung, Erschöpfung, Vergiftungen, Koliken und Herzbeschwerden.<br />
Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ayurveda hatte ich die Gelegenheit, einen Vortrag über Milch von Dr. Kalyan Chakravarthy zu hören und ihn persönlich zu befragen. Er stammt aus einer angesehenen indischen Familie von Vaidyas (Ayurveda-Ärzten) und ist seit einigen Jahren an der Maharishi Ayurveda-Privatklinik in Bad Ems tätig. Er nannte Milch „das Gesündeste, was man zu sich nehmen kann“. Er erklärte, dass Milch aus ayurvedischer Sicht für alle drei Doshas (Vata, Pitta und Kapha) förderlich ist, aber besonders ausgleichend auf Vata und Pitta wirkt.</p>
<p><strong>Intoleranz gegen verarbeitete Milch</strong><br />
Die Frage stellt sich nun, warum heutzutage so viele Menschen ein solch wertvolles Nahrungsmittel nicht vertragen. Hierzu nennt Dr. Chakravarthy als einen wesentlichen Grund die Verdauungsschwäche, an der durch unsere moderne Lebens- und Ernährungsweise immer mehr Menschen leiden. Er ist der Meinung, es sei besser, die Verdauung zu stärken, als völlig auf Milch und Milchprodukte zu verzichten. Darüber hinaus hält er die Milch, die wir heute im Supermarkt kaufen, bei weitem nicht mehr für so wertvoll wie jene, die in den alten Texten gemeint ist. Warum dem so ist? Zum einen, weil die Kühe, anstatt sich von saftigen, gesunden Wiesenkräutern zu ernähren, Futtermittel mit allerlei künstlichen Zusätzen, wie z.B. Steroiden, verabreicht bekommen. Und zum anderen, weil die Milch verschiedener Kühe heutzutage einfach gemischt und industriell verarbeitet wird. Die Homogenisierung der Milch ist aus ayurvedischer Sicht kein Segen, da sie dadurch nur schwerer verdaut werden kann. Die Milch sollte so naturbelassen wie möglich sein, am besten von einer einzigen Kuh frisch vom Bauernhof. Die meisten Menschen können das heute nicht realisieren, darum wird dazu geraten, sich nicht homogenisierte Frischmilch in Bioqualität zu besorgen. Im Supermarkt ist Frischmilch, von den meisten Verbrauchern unbemerkt, fast völlig von der sogenannten ESL-Milch (ESL steht für extended shelf life = länger im Ladenregal haltbar) abgelöst worden, die besonders lange haltbar ist und die nicht ganz so hoch erhitzt wird wie H-Milch. Der Vitalstoffverlust ist jedoch ähnlich hoch. Im Bioladen kann man noch zwischen Frischmilch, ESL-Milch und H-Milch wählen. ESL-Milch wird nicht als solche deklariert, man kann sie nur an der längeren Haltbarkeit erkennen.</p>
<p><strong>Die Kombination ist entscheidend</strong><br />
Ayurveda-Experten haben noch weitere Tipps zum Milchverzehr parat. Da Milch so nahrhaft ist, sollte man sie nie zu den Mahlzeiten trinken. Milch ist geeignet als Zwischenmahlzeit oder als Mahlzeitersatz. Auch was man mit der Milch kombiniert, spielt eine Rolle. Es wird empfohlen, Milch nie zusammen mit Salz, Fisch und Fleisch zu trinken. Außerdem sollte man sie nie kalt trinken, sondern immer zumindest anwärmen. Noch leichter verdaulich wird sie, wenn sie abgekocht wird und ganz besonders leicht, wenn man sie drei- bis viermal aufkochen lässt. Bei Unverträglichkeit gibt Dr. Chakravarthy den Rat, die Milch mit Wasser zu verdünnen. Man kann mit viel Wasser und wenig Milch anfangen und die Milchmenge langsam steigern. So gewöhnt sich das Verdauungssystem langsam wieder an die Milch. Auch wer nicht an Laktose-Intoleranz leidet, jedoch eine empfindliche Verdauung hat, sollte die Milch mit etwas Wasser verdünnen. Noch besser vertragen wird Milch, wenn man Gewürze zugibt. Diese können auch den Mangel an frischen Wiesenkräutern im Futter ein wenig ausgleichen. Am besten kocht man die Milch gleich mit den Gewürzen zusammen. Geeignet dafür sind beispielsweise Zimt, Ingwer, Kardamom, Gelbwurz (Kurkuma) und Muskat. Wenn man Milch getrunken hat, soll man erst dann wieder etwas essen, wenn sich ein echtes Hungergefühl einstellt.<br />
Die falsche Kombination von Lebensmitteln, die moderne Art der Ernährung mit unregelmäßigen Essenszeiten und hastig eingenommenen Zwischenmahlzeiten tragen dazu bei, dass die Verdauung geschwächt wird und viele Menschen Schwierigkeiten haben, Milch und Milchprodukte zu verdauen. Aus ayurvedischer Sicht ist übrigens verarbeitete Milch (als Käse, Quark u.ä.) noch schwerer verdaulich. Die einzige Art und Weise, wie man Joghurt zu sich nehmen soll, ist Lassi, also Joghurt mit Wasser und püriertem Obst.</p>
<p><strong>Rezept für ayurvedisch -zubereitete Milch</strong><br />
Im Ayurveda sieht man nicht nur den reinen Nährwert von Nahrungsmitteln, sondern darüber hinaus auch die „Intelligenz“, die Information, die dadurch in die Körperzellen gelangt und so den Körper aufbaut. Diese Information ist bei Milch besonders wertvoll, deshalb legen Ayurveda-Ärzte so großen Wert darauf, den Körper selbst bei Unverträglichkeitserscheinungen wieder nach und nach an Milch zu gewöhnen. Wir können von der Jahrtausende alten Erfahrung mit Ernährung und Gesunderhaltung des Körpers im Ayurveda profitieren und wieder lernen, auf unseren Körper zu achten und uns natürlich und gesund zu ernähren. Ach ja: Ich wollte Ihnen ja noch verraten, wie ich meine Milch zubereitet habe – hier also mein Rezept: 1/3 Wasser und 2/3 Milch mit je einer Prise Gelbwurz und Zimt und ½ Teelöffel gemahlenem Kardamom aufkochen. Wenn Sie mögen, geben Sie noch einen Schuss Rosenwasser hinzu (köstlich!). Nach Belieben mit Rohrohrzucker süßen oder auf Körpertemperatur abkühlen lassen und erst dann etwas Honig unterrühren. Honig sollte nämlich nie über 40 Grad C erhitzt werden. Das ist nicht nur schlecht für die wertvollen Inhaltsstoffe, sondern es entstehen beim starken Erhitzen sogar Giftstoffe. Genießen Sie Ihre Milch-Mahlzeit!</p>
<p>Dieser Artikel erschien in der Printausgabe YOGA JOURNAL  05/2011</p>
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		<title>Lu Jong &#8211; Tibets Tanz aus Form und Bewegung</title>
		<link>http://yogajournal.de/2011/10/13/tanz-aus-form-und-bewegung/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 15:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yoga-Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>

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		<description><![CDATA[<span style="font-style: normal;">Mal ganz ehrlich: Können wir uns vorstellen, dass der Dalai Lama Yoga macht? Dass tibetische Mönche </span>sich mit Atem- und Körpertechniken beschäftigen?

<img class="alignleft size-medium wp-image-4324" title="TulkuLobsang" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/10/TulkuLobsang-300x299.jpg" alt="TulkuLobsang" width="222" height="220" />

Denkt man an tibetischen Buddhismus, so hat man zumeist Bilder von Meditierenden im Kopf – und weniger von Bewegungen, die helfen, unsere Kanäle und Chakren zu öffnen.

Dabei ist Yoga ist ein elementarer Teil der tibetisch-buddhistischen Praxis des Tantrayana. Viele Eremiten im Himalaya halten sich mit Körperbewegungen gesund und nutzen diese auf dem spirituellen Pfad. Eine dieser Traditionen ist Lu Jong.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="letter-spacing: 0.1px;"><img class="alignleft size-large wp-image-4310" title="LM_y05" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/10/LM_y05-870x1023.jpg" alt="LM_y05" width="301" height="354" /></span>Mal ganz ehrlich: Können wir uns vorstellen, dass der Dalai Lama Yoga macht? Dass tibetische Mönche sich mit Atem- und Körpertechniken beschäftigen? Denkt man an tibetischen Buddhismus, so hat man zumeist Bilder von Meditierenden im Kopf – und weniger von Bewegungen, die helfen, unsere Kanäle und Chakren zu öffnen.</p>
<p><span style="letter-spacing: 0.1px;">Was nur wenige wissen: Yoga ist ein elementarer Teil der tibetisch-buddhistischen Praxis des Tantrayana. Viele Eremiten im Himalaya halten sich mit Körperbewegungen gesund und nutzen diese auf dem spirituellen Pfad. </span></p>
<p><span style="letter-spacing: 0.1px;">Aber: In Tibet werden diese Techniken traditionell nur mündlich an ausgewählte Schüler weitergegeben. Sie sind geheim, weil sie so kraftvoll sind. Und weil durch diese direkte, von Herzen kommende Form der Überlieferung die spirituelle Stärke nicht verloren geht, sie also nicht zu Gymnastik mutieren. Deshalb sind diese Methoden bei uns kaum bekannt. Doch seit immer mehr hohe tibetische Meister in den Westen kommen und hier lehren, sind einige dieser tibetischen Yogastile auch bei uns angekommen.<br />
</span><span style="letter-spacing: 0.1px;">Eine dieser Traditionen ist Lu Jong. Lu bedeutet Körper, Jong heißt so viel wie Umwandlung, erklärt der hohe Meister Tulku Lobsang, der das tibetische Heilyoga vor einigen Jahren zu uns in den Westen brachte. Lu Jong – das sind einfache, wirkungsvolle Übungen, die unsere Chakren und Kanäle sozusagen massieren und uns helfen, beweglicher und glücklicher zu werden. Es sind Übungen, die für jedermann geeignet sind, auch für unbewegliche Menschen. </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p><span style="letter-spacing: 0.1px;"><strong>Meditation in Bewegung</strong></span><br />
<span style="letter-spacing: 0.1px;">Statt feste Positionen über längere Zeit einzunehmen, geht es bei Lu Jong um die Kombination von Form und Bewegung. Diese Mischung ist typisch für tibetisches Yoga. Die Form bereitet den Körper vor, während die fließenden Bewegungen an verschiedenen Punkten Druck ausüben und wieder reduzieren. Durch siebenfache Wiederholung entfalten die Bewegungen in Kombination mit gezielter Atmung ihre Wirkung – und öffnen so durch eine innere Massage die Kanäle. Dadurch entsteht mehr Klarheit und mehr Ruhe, mehr Bewusstheit, Zufriedenheit und Vitalität, mehr Mitgefühl und Liebe. Oder anders gesagt: Lu Jong ist Meditation in Bewegung. Es schärft die Sinne, mobilisiert unsere Energien und lässt uns den Augenblick wahrnehmen. </span><br />
<span style="letter-spacing: 0.1px;">Lu Jong steht – wie der gesamte tibetische Buddhismus – in engem Zusammenhang mit der tibetischen Medizin. Die Übungen sind entstanden aus dem tiefen Wissen der Meister um die wechselseitige Abhängigkeit von Natur, Geist und Körper, von Atem und unseren feinstofflichen Winden (sozusagen der Lebensenergie). Viele der Bewegungen orientieren sich an der Natur und den Tieren. Lu Jong balanciert einerseits die fünf Elemente Raum, Erde, Wind, Feuer und Wasser – jene Elemente, aus denen wir ebenso wie unsere Umwelt aufgebaut sind –, andererseits unsere drei Körpersäfte, die laut tibetischer Medizin lebenswichtigen Substanzen Galle, Schleim und Wind. </span><br />
<span style="letter-spacing: 0.1px;">Zudem arbeitet Lu Jong auf sanfte Art mit allen Wirbeln unserer Wirbelsäule, „dem Energielieferanten, der Batterie des Körpers“, wie der buddhistische  Meister und Arzt der tibetischen Medizin Tulku Lobsang sagt. Ist sie stark, kann sie unseren ganzen Körper mit Energie versorgen – ist sie schwach, ist auch das Gleichgewicht unserer Körpersysteme gestört. In der Wirbelsäule zeigen sich organische wie psychische Störungen. Oder um es mit Tulku Lobsang auszudrücken: „Genau wie der Baumstamm mit den Ästen, Blättern und Früchten verbunden ist, so verbindet unsere Wirbelsäule unsere Kanäle, Nerven, Organe und Körperteile.“ </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p><span style="letter-spacing: 0.2px;"><strong>Die Essenz jeder Bewegung</strong></span><br />
<span style="letter-spacing: 0.2px;">Schon in frühester Jugend interessierte sich Tulku Lobsang, als achte Reinkarnation des Nyentse Lama anerkannt, für die uralten Bewegungsübungen seiner Heimat und erhielt Belehrungen von Meistern aller Traditionen des tibetischen Buddhismus. Als er uns Westler kennen lernte, merkte er, wie sehr Lu Jong uns helfen kann. Wir haben den Kontakt zur Natur verloren, unsere Art zu denken ebenso wie unser Tagesablauf sind unnatürlich – und so haben wir das Gefühl für unseren eigenen Körper verloren. Wir sitzen zu lange in falschen Positionen, bewegen uns immer weniger und nehmen durch unsere Nahrungsmittel automatisch viele Chemikalien auf. Dadurch werden wir nicht nur physisch krank, sondern oft auch geistig: Wirbelsäulenprobleme, Magen-, Leber- oder Herzerkrankungen sind ebenso wie Depressionen oder Burn-out nur einige der klassischen Symptome dafür. </span><br />
<span style="letter-spacing: 0.2px;">Als Tulku Lobsang sah, wie sehr wir uns von uns selbst entfernt haben, beschloss er, sein reiches Wissen zu nutzen und eine Auswahl von Übungen speziell für unsere Lebenssituation zusammenzustellen. Er nutzt dabei die Essenz jeder Bewegung – damit auch Menschen mit nicht allzu flexiblen Körpern davon profitieren. </span><br />
<span style="letter-spacing: 0.2px;">Herausgekommen sind 21 Übungen (plus zwei für Schlafstörungen), die sich wiederum in vier Gruppen gliedern. Allen ist eines gemein: Sie schaffen Bewusstsein für unseren Körper und Geist und helfen uns, wieder wahrzunehmen, was wir wirklich benötigen. Damit wir wieder gesünder und vor allem auch glücklicher werden.</span><br />
<span style="letter-spacing: 0.2px;">Die erste Gruppe, sozusagen die Basis des Lu Jong, sind die Übungen der fünf Elemente. Die zweite Gruppe widmet sich allen fünf Körperteilen, vom Kopf bis zu den Beinen, eine weitere löst speziell Blockaden unserer Vitalorgane, die vierte widmet sich klassischen Problemen wie Verdauungsstörungen, Depressionen oder Erschöpfung.</span><br />
<span style="letter-spacing: 0.2px;">Doch so sehr Lu Jong auf den Körper und unsere Probleme wirkt; es ist natürlich weit mehr als ein simples Mittel, um seinem Körper etwas Gutes zu tun. Das ist der erste Schritt. Die zweite ist, ganz klar, eine spirituelle Veränderung. Eine Veränderung, die immer tiefer geht; jeden Tag ein Stückchen mehr. Der Körper beeinflusst eben auch in Tibet den Geist, und der Geist den Körper. </span><br />
<span style="letter-spacing: 0.1px;">Gerade die Mischung aus Form und Bewegung gibt beim Lu Jong das Gefühl eines Tanzes, eines Tanzes mit sich selbst. Eines Tanzes, während dem man unwichtige Gedanken und störende Emotionen ganz schnell loslassen kann und mit sich selbst immer mehr ins Reine kommt. </span><br />
<span style="letter-spacing: 0.1px;">In der tibetischen Medizin ebenso wie im tibetischen Buddhismus wird die Form mit dem Männlichen assoziiert, die Bewegung steht für das Weibliche. Und so arbeiten bei Lu Jong beide Prinzipien gleichwertig zusammen und schaffen ein Gleichgewicht auch in unserem Körper: Methode und Weisheit, die männlichen und die weiblichen Energien. </span><br />
<span style="letter-spacing: 0.1px;">Und das Schönste: Egal ob alt oder jung, egal ob beweglich oder unbeweglich – Lu Jong wirkt. Es macht ruhiger und glücklicher. Es hilft, nicht mehr alles so ernst zu nehmen. Oder anders gesagt: Es öffnet Blockaden und die Kanäle, lässt die Winde, die Lebensenergie, freier fließen und bringt die fünf Elemente ins Gleichgewicht. Seit Tausenden von Jahren.<span style="white-space: pre;"> </span></span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p><span style="letter-spacing: 0.1px;"><em>Judith Becker (<a href="http://http://www.lu-jong-muenchen.de" target="_blank">www.lu-jong-muenchen.de</a>) ist von Tulku Lobsang persönlich zertifizierte Lehrerin und Ausbilderin für Lu Jong in München. Alle  Lehrer und Ausbilder für Lu Jong finden Sie unter <a href="http://www.lujong.org" target="_blank">www.lujong.org</a><br />
</em></span></p>
<p><span style="letter-spacing: 0.1px;"><em> </em></span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<pre>
<pre><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></pre>
</pre>
<p><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p><em><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></em></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; line-height: 12.2px; font: 8.0px Centennial LT Std; min-height: 10.0px;"><span style="letter-spacing: 0.1px;"> </span></p>
<div><span style="letter-spacing: 0.1px;"><strong><br />
</strong></span></div>
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		<title>Sonderheft für Anfänger ausverkauft!</title>
		<link>http://yogajournal.de/2011/04/12/sonderheft-fur-anfanger-ausverkauft/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 14:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yoga-Admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelle Ausgabe]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3224" title="Sonderheft für Anfänger 2010/11" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2010/11/Cover_web_SONDERHEFT_mit-dvd-150x150.jpg" alt="Sonderheft für Anfänger 2010/11" width="150" height="150" /><strong>Einerseits sind </strong><strong>wir sehr stolz darauf, dass unser Sonderheft für Anfänger restlos ausverkauft ist. Zum Anderen tut es uns natürlich für diejenigen leid, die es immer noch gerne nachbestellen würden.</strong>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3224" title="Sonderheft für Anfänger 2010/11" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2010/11/Cover_web_SONDERHEFT_mit-dvd.jpg" alt="Sonderheft für Anfänger 2010/11" width="200" height="266" /><strong>Liebe YogaJournal-Leser,</strong></p>
<p><strong>Wir sind einerseits sehr stolz darauf, dass unser Sonderheft für Anfänger restlos ausverkauft ist. Zum Anderen tut es uns natürlich für diejenigen leid, die es immer noch gerne nachbestellen würden. Aber Ihr könnt sicher sein: Wir haben schon wieder viele neue Ideen für Euch auf Lager! Ihr dürft gespannt sein.</strong></p>
<p><strong>Liebe Grüße,<br />
Eure YogaJournal-Redaktion</strong></p>
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		<title>Wahn(Sinn) in Indien</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 11:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yoga-Admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a title="WAHNSINN_INDIEN_01" href="../wp-content/uploads/2011/02/WAHNSINN_INDIEN_011.jpg"><img class="attachment-medium alignleft" title="WAHNSINN_INDIEN_01" src="../wp-content/uploads/2011/02/WAHNSINN_INDIEN_011.jpg" alt="" width="231" height="182" /></a>

<strong>Früher waren es die Hippies, heute sind es die Yogis: Sie malen eine rosa Aura um das chaotische, laute und arme Indien. Was soll denn romantisch sein an einem Land, bei dessen Besuch jeder „normale“ Yogi eigentlich durchdrehen müsste? YOGA JOURNAL-Autorin Diana Krebs macht sich auf die Suche nach Antworten und schubst uns dabei die rosarote Brille von der Nase...</strong>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-3689" title="WAHNSINN_INDIEN_01" src="http://yogajournal.de/wp-content/uploads/2011/02/WAHNSINN_INDIEN_011.jpg" alt="WAHNSINN_INDIEN_01" width="300" height="235" /></strong></p>
<p><strong>Früher waren es die Hippies, heute sind es die Yogis: Sie malen eine rosa Aura um das chaotische, laute und arme Indien. Was soll denn romantisch sein an einem Land, bei dessen Besuch jeder „normale“ Yogi eigentlich durchdrehen müsste? YOGA JOURNAL-Autorin Diana Krebs macht sich auf die Suche nach Antworten und schubst uns dabei die rosarote Brille von der Nase&#8230;</strong></p>
<p><em>Von Diana Krebs</em></p>
<p>Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin noch nie in Indien gewesen. Als sich meine Freunde und Bekannten auf ihre Backpacker-Trips vorbereiteten, suchte ich mit meinem Finger auf der Karte Serbien, Bosnien-Herzegovina und den Kosovo. Außerdem war mir die Schweiz bis dahin immer noch ein Rätsel, oder sagen wir: die Schweizer. Und das, obwohl ich unmittelbar an der Schweizer Grenze aufgewuchs. Und an der Grenze zu Frankreich, direkt am Elsass.<br />
Während meine Freunde also gen Indien aufbrachen, war ich noch dabei, Europa zu verstehen. Nicht nach Indien zu gehen, war eine bewusste Entscheidung. Ich hatte mich in Büchern mit diesem schwer fassbaren Land beschäftigt und war von Ben Kingsley als Gandhi fasziniert. Aber ich traute mich nicht wirklich an dieses Land heran. Wahrscheinlich befürchtete ich schon damals, dass eine Reise meinen Verstand in tausend Einzelstücke sprengen würde.<br />
Nun praktiziere ich regelmäßig Yoga und liebe dieses System. Über Jahre hinweg hatte ich mich mit dem christlichen Glauben abgestrampelt. Yoga gibt mir die Freiheit, nicht mehr alles glauben zu müssen, was da einer sagt. Trotzdem bleibt mir der Gedanke, nach Indien zu fahren, fremd. Das Betrachten der Bilder, die man auf Facebook sieht, weckt eine bestimmte Sehnsucht. Es ist allerdings nur die Sehnsucht nach Licht, Sonne und Urlaub. Ich reagiere mit den selben „Will-auch“-Gefühlen bei Urlaubsbildern von Mallorca. Oder Kreta. Oder Irland.</p>
<p><strong>Der Yogi dreht durch – und keiner merkt’s</strong><br />
Indien wird gerne als Liebling der jüngeren Demokratien bezeichnet. Bei genauerem Hinsehen entpuppt es sich als Wirtschaftsdemokratie. Diejenigen, die es im marktwirtschaftlichen Schnellboot zu etwas gebracht haben, sind wenige: In dem mit 1,2 Milliarden Menschen zweitbevölkerungsreichsten Staat dieser Erde leben 44 Prozent von weniger als einem Dollar pro Tag.<br />
Westliche Yogis, die nach Indien fahren, sind meiner Meinung nach stark gefährdet,  ihren Verstand zu verlieren. Als kleine Beigabe zum unvermeidlichen Durchfall.<br />
Der Anblick dessen, was der unerfahrene Yogi dort zu sehen bekommt – und ich spreche nicht von Goa – müsste ihn theoretisch in den Wahnsinn treiben. Doch es gibt meines Wissens nach kein Indien-Syndrom, also eine vorübergehende Wahrnehmungsstörung des spirituell Suchenden. Wahrscheinlich merkt es einfach keiner, wenn einer durchdreht. Das gehört in Indien vermutlich dazu.</p>
<p>Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des <a href="../das-magazin-januarfebruar-2011/" target="_self">YOGA JOURNAL.</a></p>
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