6 Übungen für gute Augen

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Verdrehen Sie ruhig die Augen, Wenn Sie während des Lesens dieses Artikels mit den Augen rollen, tun Sie damit automatisch etwas für Ihren emotionalen Ausgleich. Denn über unsere Augen beeinflussen wir auch unser ganzes Nervensystem.

Die Augen als Spiegel der Seele

Unsere Augen geben Auskunft über unsere Stimmungslage. Umgekehrt können wir über sie aber auch unser Empfinden beeinflussen. Die Augen haben ein natürliches Bedürfnis nach Bewegung und leben durch die Abwechslung verschiedener Eindrücke auf. Beim Arbeiten am Computer wird die Belastung jedoch einseitig, zudem produziert das Auge weniger Tränenflüssigkeit. Als Abwehrreaktion spannt sich die Muskulatur an. Schultern und Nacken verhärten sich, und es kann zu Kopfschmerzen kommen.

Augenübungen aus dem Yoga können auf der körperlichen Ebene nicht nur helfen, die Sehkraft zu erhalten und zu verbessern – sie helfen auch, weitere Verspannungen zu lösen. Durch die Augenbewegungen wird das parasympathische Nervensystem aktiviert, das Erholungsprogramm des Körpers wird eingeschaltet. Der Kreislauf fährt herunter, die Muskeln entspannen, der Puls wird langsamer. Bewegt man die Augen hin- und her, erlebt man eine deutliche Entlastung von Ängsten und depressiven Gedanken. Das abwechselnde „Antippen“ von linker und rechter Gehirnhälfte beschleunigt die natürliche Verarbeitung von Stress.

Mit anderen Augen sehen

Wir benötigen etwa 25 % unserer Gesamtenergie allein für das Sehen. Mit müden Augen sind wir also auf der ganzen Linie weniger leistungsfähig. Entspannung der Augen bedeutet also, gut mit unseren Kräften umzugehen. Wenn wir uns im stressigen Alltag zwischendurch kurz Zeit nehmen, die Augen für einen Moment zu schließen, verändert sich automatisch der Blickwinkel der Augen. Dadurch wird der Entspannungsreflex auch für den ganzen Körper ausgelöst. Anschließend können wir die Welt dann wieder aktiv „mit anderen Augen“ sehen. Die Welt aus einer anderen Perspektive sehen – dazu braucht es nicht unbedingt den Kopfstand. Wir fangen mit diesen einfachen Übungen an.

Ausgangshaltung:
Finden Sie einen entspannten Sitz mit aufrechter Wirbelsäule und schließen Sie die Augen. Decken Sie sie mit ihren Handflächen ab. Spüren sie die Wärme, atmen Sie vielleicht sogar bewusst in die Augen, so dass sich ermüdete Augen und die Nerven beruhigen können. Schließen jede der folgenden Übungen mit dieser gezielten Atmung in die geschlossenen Augen ab.

Übung 1
Augen öffnen. Nach rechts schauen. Dann nach links schauen, etwa vier bis acht Mal auf jeder Seite.

Übung 2
Augen öffnen. Etwa vier bis acht Mal nach oben und unten schauen.

Übung 3
Die Augenwinkel aktivieren! Schauen Sie nach rechts oben, dann nach links unten, anschließend auf umgekehrte Weise. Wiederholen Sie auch diese Übung vier bis acht Mal.

Übung 4
Augenkreisen: Nach oben schauen. Mit den Augen einen weiten Kreis nach rechts und nach unten drehen. Anschließend nach links und nach oben wiederholen, vier bis fünf Mal in jede Richtung.

Übung 5
Augenkreisen in Richtung einer liegenden 8: Rechts oben, rechts unten, Mitte, links oben, links unten, Mitte. Dann in die umgekehrte Richtung, alles vier bis fünf Mal. Anschließend Hände reiben und Augen bedecken und für einige Atemzüge entspannen.

Übung 6
Tratak – Die Lichtmeditation

Hierzu braucht es etwas mehr Zeit und einen für einige Minuten ruhigen Ort. Stellen Sie im Abstand von 1-2 Metern eine Kerze vor sich auf. Sitzen sie entspannt und atmen sie ruhig. Schauen sie für eine Minute mit geöffneten Augen in die Flamme. Versuchen sie für diese Zeit nicht zu blinzeln. Dann schließen sie die Augen und sehen das innere Bild des Lichts vor ihrem inneren Auge sich. Hilft, sich zu sammeln und die Konzentration zu stärken.